Forum Seniorenverpflegung - Träger unter sich!
Stellschrauben für eine nachhaltige Verpflegung

Gezeichnete Menschen sprechen miteinander.

© Heike Haas

Eine gute Verpflegung ist ein klarer Wettbewerbsfaktor. Senioreneinrichtungen, die großen Wert auf eine frische, abwechslungsreiche, ökologisch und regional ausgerichtete Küche legen, nehmen eine Vorreiterrolle ein.

Im Juli 2022 trafen sich Küchenleiter und Träger von Senioreneinrichtungen zu einem Forum in kleiner Runde.
Gemeinsam mit dem Kompetenzzentrum für Ernährung (KErn) zeigte Ihnen das Sachgebiet Gemeinschaftsverpflegung, wie sie sich als Träger auf den Weg zu einer nachhaltigen Verpflegung machen können.

Jenny Hofmann vom KErn beleuchtete durch welche Stellschrauben sie Ihre Verpflegung nachhaltiger gestalten können, ohne die Kosten in die Höhe zu treiben. Sie ging auf die Themen ressourceneffiziente Küchenprozesse, Lebensmittelverschwendung vermeiden und den Einsatz regionaler und biologischer Lebensmittel ein.

Miriam Korber, neue Mitarbeiterin an der Regierung von Niederbayern in der Heimatagentur, bot ihre Unterstützung beim Bezug von heimischer Ware und dem Aufbau von Lieferketten an.

Kreszenz Danzer, Hauswirtschaftsleiterin des Caritas Alten- und Pflegeheims St. Gisela in Waldkirchen berichtete gemeinsam mit Köchin Gerlinde Freund-David aus der Praxis ihrer Zentralküche mit Wohngruppen über die nachhaltige Veränderung ihres Verpflegungsangebots mit regionalen Produkten und die gemeisterten Herausforderungen.

In Kleingruppen erarbeiteten die Teilnehmer aktuelle Möglichkeiten und Hürden, regionale und bioregionale Waren zu beziehen und in die Verpflegung einzubauen. Spartipps für den Umgang mit steigenden Lebensmittelpreisen war ein weiteres Thema. Einige Beispiele: Zubereitungsmethoden anpassen, Fleischgerichte und Portionsgrößen reduzieren, Staffelpreise nutzen, auch B-Ware verwerten, regionale Lieferketten aufbauen und genügend Vorlaufzeit einplanen.

Doch nicht nur bei der Beschaffung von Lebensmitteln kann gespart werden. Auch den Abfall zu reduzieren zahlt sich aus. Auch hierfür wurden gute Tipps ausgetauscht, z. B. Portionsgröße genau bemessen und die Tellergröße anpassen.