Fleckvieh-Züchter des Jahres 2021
Zwei niederbayerische Betriebe unter den Besten

Erneut haben es zwei niederbayerische Zuchtbetriebe geschafft, unter 13.000 deutschen Fleckvieh-Herdbuchbetrieben bzw. 250 Betrieben, die die Teilnahmehürden erfüllten, in die Top Ten bei der Wahl zum Züchter des Jahres 2021 vorzustoßen.

Die Rangierung der Betriebe ergibt sich anhand von Auswahlkriterien wie der Zucht von nachkommengeprüften Bullen bzw. genomischer Jungvererber (GJV) an Besamungsstationen. Für jeden dieser Bullen gibt es Punkte, die aufgrund seines Gesamtzuchtwertes sowie der Exterieur-Zuchtwerte Fundament und Euter ermittelt werden. Anschließend werden diese Punkte für die Bullen noch mit einem Blutlinienfaktor gewichtet, das heißt je weniger der Bulle mit den Kühen in der Population verwandt ist (weniger Inzucht), um-so höher die Gewichtung.

Zu den Vererberpunkten könnten noch Punkte für Erfolge bei Tierschauen hinzukommen, die jedoch im letzten Jahr aufgrund von Corona nicht statt-finden konnten. Weitere Punkte sind für eine überdurchschnittliche Gesamtlebensleistung der Kühe des Betriebes möglich. Der Populationsdurchschnitt liegt bei 20.052 kg. Betriebe mit langlebigen Kühen erhalten somit einen Bonus.

Familie Obermeier Züchter des Jahres 2021

  • Platz 6 Natascha
  • Punkte: 203
  • Bullen geprüft aus 2014: Vorteil, Zepter
  • GJV 2019/20: Verfuehrt, Version
  • Gesamt-Lebensleistung: 24.952 kg Milch
  • Herdenleistung 2020: 10.416 – 4,02 – 3,51
Personen stehen im Freien neben Rind
Wie in den vergangenen Jahren hat es die Familie Obermeier aus Arnhofen im Landkreis Kelheim auch 2021 geschafft, sich bei der Wahl zum Züchter des Jahres 2021 mit Platz 6 in der Spitzengruppe zu platzieren. Ursache hierfür sind in erster Linie zwei nachkommengeprüfte Bullen und zwei genomische Jungvererber.
Besondere Bedeutung hat dabei der geprüfte Bulle Zepter erlangt, der mit seinen 34 Söhnen und 15 Enkeln die Zander-Linie wieder stärker in den Vordergrund gerückt hat. Sein Halbbruder Vorteil hat es ebenfalls in die Auswertung geschafft. Wie deren Mutter Nele ist auch Natalie, die Mutter von Version, eine Tochter von Nene, von der schon die Bullenväter Riaza und Bussard stammen.

Auch der Vesuv-Sohn Verfuehrt stammt aus der bekannten N-Familie, ist aber schon ein Urenkel von Nene. Durch die überdurchschnittliche Gesamtlebensleistung der Herde von 24.952 kg Milch konnten weitere Punkte gesammelt werden.

Walter Bachmaier

  • Platz 8
  • Punkte: 152
  • GJV 2019/20: Semper FI Pp*, Veri P*S, Verus Pp*, Ville Pp*
  • Gesamt-Lebensleistung: 29.375 kg Milch
  • Herdenleistung 2020: 9.480 – 4,25 – 3,66
Nach 2011, 2015 und 2019 ist Familie Bachmaier aus Lehndobl im Landkreis Rottal-Inn zum vierten Mal unter den Top Tent. Dabei waren vier genomische Jungvererber die größten Punktesammler. Alle vier stammen von der hornlosen Mahango-Tochter Genomic und sind auch selbst natürlich hornlos.
Während Veri P*S und Verus Pp* vom Bullen Viehscheid P*S stammen, von dem insgesamt bisher nur drei Söhne an Station stehen, haben Semper FI Pp* und Ville Pp* mit Sehr gut und Villeroy stärker genutzte Bullenväter im Pedigree. Mit der Gesamtlebensleistung seiner Herde von 29.375 kg Milch gehört der Betrieb Bachmaier zu den Besten und kann damit auch entsprechend punkten.