Fachtagung Gemeinschaftsverpflegung 2026
Gemeinsam isst man besser
Unsere Fachtagung am 28.04.2026 in der Landvolkshochschule Niederalteich wurde von gut 70 Fach- und Führungskräften aus Gesundheits- und Sozialeinrichtungen, Betrieben, Kitas und Schulen besucht.
Die Fachtagung nahm das Spannungsfeld zwischen Qualität, Wirtschaftlichkeit, Gesundheitsförderlichkeit und Akzeptanz in den Blick und zeigte Lösungswege auf. In Foren konnten sich die Teilnehmer zu berufsnahen Fragestellungen informieren und sich mit Kollegen austauschen.
Ministerin Kaniber auf Leinwand
Ministerin Michaela Kaniber wies in ihrem Videogruß auf die Gemeinschaftsverpflegung als einen zentralen Baustein der bayerischen Ernährungsstrategie.
Gemeinschaftsverpflegung betrifft 1,8 Millionen Menschen in Bayern, die gut versorgt werden und Genuss und Begegnung im jeweiligen Setting bietet. Sie betonte besonders die Wichtigkeit der Arbeit in der Gemeinschaftsverpflegung, die für Gesundheit und Lebensqualität der Verpflegten sorgt.
Rednerin vor Leinwand
Was Qualität bedeutet
Dorothee Trauzettel, Leiterin des Sachgebiets Gemeinschaftsverpflegung zeigte in Ihrem Impulsvortrag auf, welche Dimensionen „Qualität“ in der Gemeinschaftsverpflegung hat und wie Qualität für die unterschiedlichen Settings definiert ist.
Folie zum Thema Leitbild
Stellenwert der Gemeinschaftsverpflegung
Maria Reichmeyer erläuterte anhand unterschiedlicher Praxisbeispiele, wie mit einem Verpflegungskonzept bzw. -leitbild die Qualität der Verpflegung festgeschrieben werden sollte. Ein Verpflegungsleitbild definiert den Stellenwert der Verpflegung innerhalb der Einrichtung und ist Teil des Einrichtungsleitbilds.
Startfolie Mittelschule Hauzenberg Panorama
Qualitätssicherung durch Zertifizierung
Ein Praxisbeispiel: Margit Uhrmann und Martina Gastinger von der Sportmittelschule Hauzenberg berichteten, dass ihre Mensa seit 2017 DGE-zertifiziert und somit die regelmäßige Überprüfung des ausgewogenen, gesundheitsförderlichen Speiseplans gesichert sei.
Referentin Messerer beim Vortrag
Barbara Messerer von der Landvolkshochschule Niederalteich erläuterte das Verpflegungskonzept des Tagungshauses, das seit langer Zeit nachhaltige, regionale Verpflegung vorlebt. Ein langfristiges Ziel wäre eine (Teil-)Bio-Zertifizierung, um den Einsatz von Bio-Lebensmitteln auch ausloben zu können.
Innenarchitektin Elke Rabl-Schmidt
Speiseräume gestalten - damit gutes Essen noch besser schmeckt
Zum Thema „Gestaltung von Speiseräumen“ gab Innenarchitektin Elke Rabl-Schmidt einige Einblicke in die Farben- und Formenlehre, Raumwirkung, Anordnung der Möblierung und Akustik. Die Referentin besprach an Bildern aus der Praxis Vor- und Nachteile von Raumgestaltungselementen und entwarf Verbesserungsvorschläge.
Holthausen, Fachberaterin Lebensmittel und Ernährung vor Ausstellung
Vollkorn – voll gut! Warum wir mehr Ballaststoffe essen sollten
Unter diesem Motto zeigte Katharina Holthausen von der Verbraucherzentrale Bayern, welchen Mehrwert eine ballaststoffreiche Ernährung hat, mit welchen Lebensmitteln sich mehr Ballaststoffe in die Ernährung integrieren lassen und worauf beim Einkauf von Getreide- und Vollkornprodukten zu achten ist.
Alexandra Mager steht vor Plakaten
Ackerpause in Gemeinschaftsgärten
Ackercoach Alexandra Mager vom Verein Acker e. V. gab Einblick in die Praxis und veranschaulicht die Aktivierungs- und Lernmöglichkeiten dieses Projekts. Beim Gemüseanbauprojekt „Ackerpause in Gemeinschaftsgärten“ werden Seniorenheime, Tagespflegeeinrichtungen, Schulen und Kitas von geschulten Ackercoaches vor Ort und auch mit einer Lernplattform digital begleitet.
Tafel mit aufgebautem Büffet
Meet and greet - and eat!
In der Pause hatten die Teilnehmer Gelegenheit, mit den Referenten und untereinander sich auszutauschen. Für Viele eine willkommene Gelegenheit!